Die tönerne Öllampe von Solkan gehört zu den ältesten bekannten Gegenständen, die mit dem Christentum im Görzer Raum verbunden sind. Nach Ansicht von Experten wurde sie in einer Wer statt in Alexandria (Ägypten) hergestellt. In das heutige Solkan gelangte sie vermutlich über die damals bedeutende römische Hafenstadt Aquileia. Möglicherweise wurde sie von einem römischen Soldaten, einem Händler, Reisenden oder Bewohner des damaligen Silicanum/Siliganum (Solkan) hierhin gebracht. Archäologen datieren die Öllampe in die Spätantike, genauer in die Zeit vom 4. bis 6. Jahrhundert n. Chr. Dies war eine unruhige Epoche des späten Römischen Reiches, der Völkerwanderung, des heiligen Hieronymus sowie der Entstehung des mittelalterlichen, christlichen Europas, das – neben dem Humanismus und der späteren Aufklärung – die Grundlagen für die Entstehung der modernen europäischen Kultur bildet.
Die Öllampe wurde in den 1980er Jahren bei Bauarbeiten im alten Ortskern von Solkan, unterhalb der Anhöhe Čahlne, entdeckt. Gefunden wurde sie von Tadej Komavec senior im Garten der Familie Klemenčič-Komavec, in unmittelbarer Nähe der St.-Stephans-Kirche, die einst das Zentrum der Solkaner Urpfarrei war, von der aus sich der engere Görzer Raum (Region um die heutigen Städte Gorizia und Nova Gorica) kulturell, religiös und administrativ entwickelte. Um das Jahr 1000 war Solkan mit seiner Urpfarrei und Festungsanlage das Zentrum dieses Gebietes.
Obwohl die originale Öllampe an der Oberseite leicht beschädigt ist, ist zu erkennen, dass sie mit dem Christusmonogramm und stilisierten Palmblättern als Symbol des Martyriums und des Sieges über den Tod verziert ist. Das Christusmonogramm besteht aus den übereinandergelegten griechischen Buchstaben Χ (Chi) und Ρ (Rho), den Anfangsbuchstaben des griechischen Namens Christi: “Christos”. Öllampen dienten den alten Römern zur Beleuchtung ihrer Häuser. Die heidnischen Römer schmückten sie mit Darstellungen von Gottheiten, während ihre christlichen Nachfahren christliche Symbole verwendeten. Die Solkaner Öllampe zeugt davon, dass im Görzer Raum bereits vor mindestens 1.500 Jahren Christen lebten. So wie sie den ersten Christen Licht und Frieden spendete, möge diese Öllampe auch uns allen, die wir in der heutigen modernen Zeit voller rasanter Veränderungen und Unsicherheiten leben, Licht, Frieden, Wärme, Glauben und Hoffnung bringen.
Die Replik der Solkaner Öllampe hat nicht nur dekorativen und symbolischen Charakter,
sondern auch praktischen Wert. Wenn man Olivenöl oder flüssiges Wachs durch die kleine
Öffnung einfüllt und einen Docht einsetzt, kann man damit sein Zuhause angenehm
beleuchten.

Hinweise:

  • Trocken lagern und außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren aufbewahren.
  • Bei der Verwendung von Öl oder flüssigem Wachs ist Vorsicht geboten; eine brennende Öllampe darf
    niemals unbeaufsichtigt gelassen werden.
  • Die brennende Öllampe muss sich in ausreichendem Abstand zu brennbaren Gegenständen befinden.
  • Die Flamme ohne Pusten löschen; nach der Verwendung den Raum lüften.
  • Eine feuerfeste Unterlage verwenden.

Von zavod